Donnerstag, 24. Oktober 2019

Ex-IHK-Chef klagt wegen Eigenjagd gegen A 39

LBU: A 39 wurde von IHK-Chefs aus ebenso egoistischen Motiven gepusht


Die Nachricht, dass der Spediteur Bernd Hansmann als Ex-Chef der IHK Lüneburg-Wolfsburg nun gegen die A 39 wegen Durchschneidung seines Eigenjagdbezirkes klagt, bewertet der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) als Bestätigung seiner Einschätzung, dass die A-39-Planung vor allem auf die egoistischen Lobby-Interessen einiger Groß-Spediteure und -Bauunternehmer an der Spitze der IHK zurückgeht.
An der Spitze der IHK hätten außer Hansmann ja auch der Spediteur Kobernuss oder der Bauunternehmer Manzke gestanden. Die Institution IHK selber, so LBU-Vertreter Eckehard Niemann, habe ihrerseits ein dringendes Interesse gehabt, über das Thema A 39 gegen die Bestrebungen vieler IHK-Mitglieder anzugehen, die teure IHK-Zwangsmitgliedschaft zu beenden. Die jetzige Klage Hansmanns zeige, wie wenig ernsthaft das Gerede von den angeblichen A-39-Vorteilen für die Region gewesen sei.

Der LBU forderte abermals eine Neuberechnung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses der A 39. Dies sei ohnehin von Anfang an bedeutend schlechter gewesen als die Nutzen-Kosten-Verhältnisse anderer Verkehrsprojekte. Infolge der massiven Steigerung der Baukosten und durch den zwischenzeitlichen Ausbau der parallelen Nord-Süd-Verbindungen A 7, A 14 und B 4 werde die Neuberechnung klar die volkswirtschaftliche Unrentabilität und regionale Schädlichkeit der A 39 beweisen.

In Zeiten der Klima-Krise und der anstehenden Verkehrswende werde die A 39 auch politisch noch weiter unter Druck geraten, so dass die aussichtsreichen Klagen von BUND, Gemeinden und Landwirten vielleicht sogar unnötig würden.


Quelle: Pressemitteilung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz. Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbütte

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Andere Umwelt-Maßstäbe für VW als für A-39-Betroffene?

Fragen zur geplanter Genehmigung einer Erweiterung der VW-Teststrecke bei Ehra


Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Niedersachsen stellt kritische Fragen an den Landkreis Gifhorn wegen dessen geplanter Genehmigung einer Erweiterung der VW-Teststrecke bei Ehra. Der Volkswagen-Konzern wolle dort weitere zehn Hektar Wald roden und weitere 122.000 Quadratmeter Boden versiegeln – was dort laut Umweltprüfung unbedenklich sei. Gleichzeitig aber argumentierten die A-39-Planer immer noch, dass man aus Umweltgründen dort (westlich neben dieser Teststrecke) keine Tank- und Rastanlage (T+R) bauen könne. Dies sei zuletzt vor einigen Wochen bei einer Veranstaltung in Uelzen von Vertretern der Straßenbaubehörde so behauptet worden.

Eine Rastanlage an dieser Stelle, neben dem VW-Testgelände, könne aber laut LBU die bisher geplanten Tank- und Rastanlagen in Riestedt/Rätzlingen (Kreis Uelzen) und auch in Jembke (Kreis Gifhorn) überflüssig machen. Gerade an diesen Orten befürchteten Anwohner und Landwirte massive Beeinträchtigungen durch LKW-Lärm, Zusatzverkehre, Dauerlicht, Kriminalität, Umwege und Bodenverluste. LBU-Vertreter Eckehard Niemann betont, dass für den VW-Konzern keine anderen Umweltschutz-Maßstäbe gelten dürften als für betroffene Gemeinden und Bürger.

Die zuständigen Politiker und Stellen auf Landkreis-, Landes und Bundesebene seien dringend aufgefordert, sowohl die Erweiterung des VW-Testgeländes als auch den Bau einer Tank- und Rastanlage im Rahmen eines fairen Gesamtkonzeptes für diesen Standort rasch zu überprüfen. Andernfalls drohten Klagen.

Quelle: Pressemitteilung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz. Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbüttel