Donnerstag, 12. Juni 2014

Neue Verkehrsprognose mit massiv reduzierten Steigerungsraten beim Straßenverkehr beschleunigt Ende von A 39, B190n und A 14

Aus der neuen Verkehrsprognose des Bundesverkehrsministeriums für den Zeitraum 2010 bis 2030 geht nach Einschätzung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) eindeutig hervor, dass die früheren Verkehrsprognosen (2005-2025) die Verkehrsentwicklung immens überschätzt haben und deshalb im Bereich des Autobahnbaus auch viele unnötige Neubauprojekte geplant worden sind. Die in der früheren Verkehrsprognose geschätzten Steigerungen des Personen-Straßenverkehrs habe man in der jetzt vorgelegten Neuprognose nahezu halbieren, die geschätzten Steigerungen bei den Straßen-Güterverkehren sogar mehr als halbieren müssen. Aber selbst diese Annahmen hält der LBU überzogen – angesichts allzu optimistischer Annahmen eines Wachstums des Bruttoinlandprodukts um durchschnittlich 1,1% pro Jahr zwischen 2010 und 2030 oder der noch fragwürdigeren Annahme real konstant bleibender Transportkosten.

Trotz dieser massiv reduzierten Rahmenbedingungen habe auch die neuerliche Prognose etliche der voraussichtlich unfinanzierbaren Autobahn-Neubauten wie den „Hosenträger-Verbund aus A 14, A 39 und B 190n aus formalen Gründen immer noch nicht endgültig gestrichen. Dies sei umso unverständlicher, als die Verkehrsprognose 2030 für ostdeutsche Bundesländer wie Sachsen-Anhalt und auch für angrenzende Regionen in Niedersachsen sogar von einem rückläufigen Personenverkehr auf den Straßen ausgehe.  Zudem werde der Transport der wachsenden Güterfernverkehre aus den Seehäfen Bremen und Hamburg – auch nach Planungen der Bahn - über den Ausbau neuer Gleise geschehen.         

Der LBU geht vor diesem Hintergrund weiter davon aus, dass die in der Bevölkerung heftig umstrittenen Autobahn-Neubauten A 39 und A 14 vielleicht wirklich noch zu Ende geplant, aber danach nicht finanziert würden. Selbst Bundesverkehrs-Minister Dobrindt könne die neuen Fakten offenbar nicht ignorieren. LBU-Sprecher Eckehard Niemann begrüßte dessen Ankündigung, „bei der Rangfolge der vom Bund zu finanzierenden Investitionen werde die neue Verkehrsprognose „natürlich eine wichtige Rolle spielen“. Dies bedeutet laut LBU  das zwingende Aus dieser „Nonsens- und Wahlkampf-Projekte“ und den raschen, regionalnützlichen und ungleich kostengünstigeren Ausbau der bereits vorhandenen Bundesstraßen.

Quelle: Pressemitteilung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz
Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbüttel

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