Freitag, 24. Januar 2014

Umweltverband LBU kritisiert „perspektivlose Autobahn-Schaumschlägerei“ im Landtag

Als „perspektivlose Schaumschlägerei enttäuschter Autobahn-Fetischisten über unfinanzierbare Nonsens-Autobahn-Projekte“ bewertet der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) die heutige Landtagsdebatte um CDU-Anträge zum Bau der Autobahnen A 39 und A 20. Laut LBU beweisen deren ohnehin schlechte und immer weiter sinkende Nutzen-Kosten-Verhältnisse klar die regional- und volkswirtschaftliche Unsinnigkeit dieser Wahlkampfprojekte, die vor allem als Feigenblatt für das Fehlen wirklich sinnvoller Regionalentwicklungs- und Verkehrs-Konzepte dienen sollten.

Es sei durch viele Studien und auch durch die bitteren Erfahrungen bei jüngeren Autobahnbauten eindeutig nachgewiesen, dass weitere Autobahnen aufgrund des Gesetzes vom abnehmenden Grenznutzen keinerlei Effekte mehr auf die regionale Entwicklung hätten. Selbst die vielzierten Effekte bei der Emslandautobahn A 31 beruhten eindeutig auf anderen Faktoren. 

 
Umweltschonender, regionaldienlicher und finanzierbarer seien alternative Verkehrskonzepte und der Ausbau bestehender Verkehrswege wie z.B. der von der rotgrünen Koalition zum Bundesverkehrsplan angemeldete 2+1-Ausbau der Bundesstraße 4 mit Ortsumgehungen. „Wenn es bei der anstehenden Nutzen-Kosten-Bewertung durch den Bund wirklich sachgerecht und fair zugeht“, so LBU-Vertreter Eckehard Niemann, „dann fallen A 20 und A 39 eindeutig durch das Raster der Sinnhaftigkeit und Finanzierbarkeit“. 
Die mehrheitliche Ablehnung dieser Autobahnen durch Bürgerinnen und Bürger sei zudem durch Umfragen und Bürgerabstimmungen sowie durch Beschlüsse von immer mehr Kommunen klar dokumentiert. Es sei deshalb Zeit, dass sich wirklich verantwortungsbewusste und bürgernahe Landespolitiker aus dem Dunstkreis der Autobahn-Lobbyisten herausbewegten, wirklich sinnvolle Alternativen zu den Autobahnprojekten nicht weiter blockierten und nicht erst durch die aussichtsreichen Klagen der Autobahngegner wieder in die Realität zurückgeholt werden müssten.
Quelle: Pressemitteilung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz
Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbüttel

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