Donnerstag, 13. Juni 2013

Versorgung Uelzens aus der Luft bei B-4-Ausbau?

Leserbrief zu „Land erarbeitet Pläne zu B-4-Ausbau“ in AZ vom 8.6.2013

Quelle: pixabay.com
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Die Meldung zur laufenden ministeriellen Planung des Ausbaus der B 4 (mit alternierenden 2+1-Spuren und Ortsumgehungen als möglicher Alternative zur A 39) hat die abermals wiederbelebte und sogenannte „Bürgerinitiative Pro A 39“ in Schrecken versetzt. In einer Pressemitteilung vom 7.6. warnt ihr Sprecher Dr. Jochen Springer vor einem „jahrelangen Verkehrschaos“ sowie „massiven Logistikproblemen“ und fragt warnend: „Soll eine Stadt wie Uelzen mit 35.000 Einwohnern etwa jahrelang aus der Luft versorgt werden?“ Das Zitat stimmt tatsächlich und ist wirklich nicht ausgedacht.

Wer jetzt leichtfertig auf fehlende entsprechende Probleme beim laufenden Bau der Ortsumgehung Kirchweyhe verweist und auf die Leichtigkeit des Ausbaus der B 4 bei Nutzung der beiderseitig ungenutzten „Fahr“-Streifen, der macht es sich vermutlich zu leicht: Die Stadt Uelzen bzw. der Landkreis sollten vielmehr rasch Kontakt zur Bundeswehr und ggf. auch den alliierten Streitkäften aufnehmen und die logistische Planung der Versorgung der demnächst von der Außenwelt abgeschnittenen Uelzener Bürger aus der Luft vorbereiten. Zu klären wäre, ob der Flugplatz in Barnsen und seine Zufahrt ausgebaut werden müssen, damit die LKWs dort ihre Fracht an Lebensmitteln, Textilien, Heizmaterial etc. auf bereitstehende Flugzeugflotten umladen könnten.

Innerhalb der künftig isolierten Stadt wären geeignete Plätze für den Abwurf dieser Güter sowie Verteilzentren auszumachen - etwa die Bauruine Katasteramt oder die Baulücke Altes Cafe Harder. Da vermutlich auch Lehrer, Ärzte etc. nicht mehr von außen in die Stadt gelangen würden, sollte man eine Residenzpflicht innerhalb der Stadtmauern prüfen, ggf. mit Sonderprämien für Bereitwillige.

Durch die modernen Kommunikationsmittel scheint allerdings problemlos sichergestellt, dass trotz des B-4-Aubaus weiterhin Informationen in die Stadt und vor allem aus der Stadt nach außen fließen könnten – zum Beispiel weitere wertvolle und inhaltsreiche Pressemitteilungen der PRO-A39-Initiative für den Bau der A 39. Vielleicht sollte man aber Sorge tragen, dass Mitteilungen über die auf Bundesebene beschlossene Nichtfinanzierung der A 39 nicht an die Uelzener PRO-A39-Initiative weitergeleitet werden – damit den ohnehin durch die jahrelange Isolation geplagten Autobahnfreunden der Durchhaltewillen nicht ausgeht und kein Isolationskoller entsteht …

Renate und Eckehard Niemann, 29553 Varendorf

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