Donnerstag, 9. Mai 2013

Der Grenznutzen beim Straßenbau in Deutschland ist erreicht. Kein wirtschaftliches Wachstum mehr.

Hallo zusammen,

zum heutigen Vatertag passt der Vergleich vom Straßenbau in Deutschland mit einem Besuch im Biergarten,  welchen uns Dr. Toni Hofreiter am vergangenen Samstag nachvollziehbar in seiner bajuwarischen Art erläutert hat (Hier geht es zum Video). Irgendwann ist der Grenznutzen vom Bier erreicht und jeder weitere Maßkrug sorgt nur für mehr Kopfweh am folgenden Tag. Genau so schaut es mit jeder weiteren Autobahn in Deutschland aus, es ist kein nennenswertes wirtschaftliches Wachstum mehr erkennbar. Was in den 50er und 60er Jahren noch gegolten hat, stimmt heute einfach nicht mehr. Leider hat es sich bei vielen Mitbürgern noch nicht herum gesprochen, dass wir mittlerweile das dichteste Straßennetz der Welt haben.

Ich beneide die A39-Fürsprecher um Ihr leichtes Spiel. Sie müssen nichts beweisen, Ihre Welt ist so schön schwarz und weiß. Hier die Retter der deutschen Wirtschaft und edlen Verteidiger der armen Autofahrer, und auf der anderen Seite die bösen Autobahngegner. Sie können ihre Phrasen immer und immer wieder ungestraft unters Volk bringen. Ihre Argumente stammen zwar aus dem letzten Jahrtausend, sind aber leider mittlerweile zum Dogma geworden. Nebenbei wird dann auch noch etwas geflunkert mit dem "Lückenschluss" und der vermeintliche Wunsch von Volkswagen nach einer A39 wiederholt, obwohl er dem Konzernzielen von VW widerspricht.

Wir hatten für die Veranstaltung am 04. Mai auch prominente A39-Befürworter vom Nordlandverein und diverse Politiker eingeladen. Keiner von denen hat sich getraut einer öffentliche Diskussionsrunde mit dem Thema "Pro- und Contra A39" beizuwohnen, weil sie anscheinend alle wissen, dass ihre Argumente keiner echten Prüfung standhalten!?

Die Befürworter dieser unvernünftigen Verkehrspolitik können nicht eine einzige aktuelle Studie oder echte Fakten vorlegen. Sie entziehen sich jeder ernsthaften Diskussion. Auf der Pro-A39-Facebook-Seite werden grundsätzlich alle kritischen Kommentare gelöscht oder Facebook-Nutzer sogar komplett blockiert.

MdB Dr. Anton Hofreiter weiß als Vorsitzender im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages sehr wohl wovon er spricht. Aber es gehört scheinbar ebenfalls zur Taktik der Straßenbaufanatiker, grundsätzlich erst einmal alle echten Experten schlecht zu reden, weil man selber NICHTS in der Hand hat.
Der Grenznutzen beim Straßenbau in Deutschland ist längst erreicht. Jetzt gilt es das bestehende marode Straßennetz vernünftig zu sanieren, anstatt nebenan eine neue Straße zu bauen. Das mag für manche Politiker nicht so reizvoll sein, wie bunte Flatterbänder bei Neubauten zu durchschneiden, aber am Ende zwingt der Wähler sie zur Vernunft.

Anfang der 80er hatten die Grünen mit der Atomkraft einen viel schwereren Stand und mittlerweile ist es in den Köpfen angekommen. Wollen wir hoffen, dass die sinnlose Geldverschwendung mit einem zum Selbstbedienungsladen mutierten "Bundesverkehrswegeplan" bald gestoppt werden kann (Hier noch ein kurzer Videoausschnitt vom Samstag dazu).

Einen schönen Feiertag,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.


Aktuelle Presseartikel zum Thema:
Aller Zeitung: A39-Bau: Grüne treffen sich mit Bürgerinitiative
Gifhorner Rundschau: Die unsichere A 39 - Kommentar von Reiner Silberstein
AZ-Online: Eigentlich ist kein Geld da

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