Mittwoch, 31. Oktober 2012

"A-39-Schlüssel" der FDP passt nicht

Beim FDP-"Regionalforum in Uelzen bestätigte sich wieder einmal die Bedeutung der A 39 als reiner Propaganda- und Wahlkampfautobahn. Nach dem Motto: Wenn mir sonst für die Region nichts einfällt, fordere ich in Wahlkampfzeiten eben eine Autobahn als Heilsbringer. Immer mehr Bürger durchschauen diese seit 10 Jahren immer leereren Ankündigungen. Zumal der Verkehrshaushalt des Bundes schon jetzt für Reparaturen und die Fertigstellung begonnener Projekte nicht ausreicht und die letztlich entscheidende Bundesebene dem Land Niedersachsen schon gar nicht neben der prioritär geforderten Küstenautobahn A 20 eine zweite Autobahn genehmigen wird.
>br> Laut Niedersachsens FDP-Verkehrsminister Bode soll die A 39 der "Schlüssel" sein für die Verbindung Wolfsburg-Braunschweigs mit Hamburg. Entstanden ist die A 39 aber nachweisbar als reines Wahlkampf-Projekt in den Landtagswahlkämpfen 2002/2003. Deshalb ja auch die schwache überregionale Lobby-Position der hiesigen Befürworter und das miserable Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39. Zumal VW ja durchaus nicht zu den Verursachern der A-39-Planungen gehört und auch die Hansestadt Hamburg bei ihren Forderungen nach der Hinterlandanbindung seines Hafens die A 39 so gut wie nie mit aufführt.

Da die A-39-Gegner die Planfeststellung des A-39-Teilabschnitts Lüneburg voraussichtlich durch gut begründete Klagen verzögern (und letztlich verhindern) werden, wird die A 39 daher 2014 nicht einmal diese formale Voraussetzung für die Aufnahme in den neuen Bundesverkehrswegeplan schaffen. Höchste Zeit eigentlich, dass die A-39-Befürworter ihre Abstinenz in Sachen eines "Plans B" aufgeben und den Ausbau vorhandener Verkehrswege für unsere Region endlich in den Blick nehmen. Eher peinlich, wenn einige Lokalpolitiker immer noch auf die Erfüllung "infrastruktureller Forderungen" durch die A 39 hoffen.

Bode schminkt ja mittlerweile selber die früheren vollmundigen A-39-Verheißungen für den Landkreis ab: Jetzt heißt es nur noch, für den Landkreis "bleibe an der Strecke auch etwas übrig". Ob er damit Durchschneidung, Lärm, landwirtschaftliche Landverluste und Pachtpreistreiberei und Schäden für Umwelt und unsere Kurorte meint? Solch einen "Schlüssel" für unsere Region brauchen wir alle nicht - auch der abstiegsbedrohten FDP fehlt für solch einen verqueren "Schlüssel" jegliches Schloss.

Quelle: Pressemitteilung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz
Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbüttel

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