Donnerstag, 27. September 2012

Bürger wünschen von Kommunalpolitikern Engagement und Zusammenarbeit

Die Bürgerinitiative „Natürlich Boldecker Land“ bittet alle verantwortlichen Kommunalpolitiker, sich im Interesse der Bürger und der Region nunmehr offen, eindeutig und kraftvoll gemeinsam mit der Bürgerbewegung für die Verhinderung der geplanten Rastanlage bei Jembke und der A 39 sowie für den Bau einer entlastenden Umgehung einzusetzen. Zudem bräuchten die geplagten Orte jetzt rasch weitere Maßnahmen gegen den Transit-Schwerlastverkehr.

Die Sprecher der Bürgerinitiative, Karin Loock und Norbert Schulze, bedankten sich ausdrücklich bei den 600 Teilnehmern der Demonstration vom letzten Samstag und bei jenen Ratsmitgliedern, die eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative bereits praktizierten. Mit Rückblick auf die vergangene Samtgemeinderatssitzung betonten beide, es komme jetzt darauf an, vergangene Fehler und Versäumnisse ohne nachträgliche Beschönigungen einzugestehen und anstelle von Abgrenzungen und Ausreden die gemeinsamen Anliegen aller Bürgerinnen und Bürger an die erste Stelle zu setzen.

Scharfe Kritik äußerten die BI-Sprecher insbesondere am Verhalten der Straßenbaubehörde. Es gehe nicht an, die betroffenen Bürger nicht einmal zu informieren und die überraschten Bürgermeister bei einem Gespräch mit der Forderung nach einem Stillschweigen gegenüber den Bürgern zu überrumpeln. Insofern seien die Kommunalpolitiker in gewisser Weise auch „Opfer der Intransparenz-Strategie“ der Straßenbauplaner geworden.  

Loock und Schulze bekräftigten ihre Einladung an alle Gemeinderäte und Bürgermeister zur nächsten öffentlichen Informations-Veranstaltung der Bürgerinitiative am 18.10. in Barwedel mit dem ausgewiesenen Verkehrsexperten Professor Dr. Pez (Leuphana-Universität Lüneburg). Die Menschen würden es nicht verstehen, wenn viele von ihnen gewählte kommunalpolitisch Verantwortliche diesen Bürgerversammlungen weiterhin fern blieben. Nachdem die ohnehin kurze Bürgerfragestunde bei der Samtgemeinderatssitzung trotz Teilnahme vieler Zuhörer abgebrochen worden sei, würde es auf massives Unverständnis stoßen, wenn die Verantwortlichen diese neue Möglichkeit der Information und der Diskussion mit den Bürgern auch diesmal nicht nutzen würden.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land vom 27.09.2012

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